8 Matching Annotations
  1. Jan 2026
    1. Mit den Milliarden der Militärforschung könnten solche Autonomiekonzepte marktfähig werden und dabei auch der deutschen Industrie einen Schub geben. Der Bedarf für solche funktionierenden, komplett unabhängigen Energiesysteme kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nicht nur in Krisen oder Konfliktgebieten wären sie wertvoll, sondern auch für abgelegene Regionen in europäischen Ländern oder im Globalen Süden. So könnte aus dem militärischen ein ziviler Nutzen entstehen. Wenn die Armee mit Milliarden aufrüstet, sollte sie jeden Euro in Unabhängigkeit investieren.

      Es wird hier von Autonomie und Unabhängigkeit gesprochen und der Eindruck erweckt, dass es möglich wäre "unabhängige [Energie]Systeme" zu gestalten. Als materielle Infrastruktur sind sie selbst ein Produkt von Produktion und gesellschaftlicher Organisation und damit abhängig von dem mobilisierten Wissen, der aufgebrachten Arbeit und von den eingesetzten physischen Ressourcen entlang der Lieferkette.

      Die vermeintliche Unabhängigkeit entlarvt sich dadurch als Kind vieler Ketten von Abhängigkeiten. Welche Auswirkungen hat das auf unser politisches Verständnis von "Sorgenetzwerken"?

    1. Das hat mit einem Umdenken über die Rolle des Marktes im demokratischen Kapitalismus zu tun. Der Markt wurde neu konzipiert – nicht nur als effektiveres System zur Verteilung von Gütern, sondern auch als System zur Befriedigung der tiefsten Sehnsüchte von individuellen Verbrauchern und Unternehmern. Er ist zu einem politischen System geworden, das es uns ermöglicht, uns zu komplexeren Subjekten zu entwickeln, indem wir ständig neue Produktionstechniken erleben, neue Konsumarten ausprobieren, neue Geschmäcker entwickeln und artikulieren, mit verschiedenen Identitäten experimentieren und sowohl als Verbraucher als auch als Unternehmer ein gewisses Maß an Souveränität über unser Leben ausüben.
  2. Oct 2025
  3. Aug 2024
  4. May 2024
    1. Shell plant nicht mehr, seine Öl-Produktion bis 2030 wenigstens um 1-2% pro Jahr zu reduzieren. Zwischen 2023 und 2035 will die Firma jährlich 40 Milliarden Dollar in die Öl-und Gasproduktion und 10-15 Milliarden in „Low-Carbon“-Produkte investieren. Die Ölproduktion soll bis 2030 stabil bleiben, die Gasproduktion ansteigen. Shell beruft sich auch darauf, dass man 2021 die Anteile an einem Projekt im Permian Basin verkauft und damit die Ölproduktion früher als geplant bereits gedrosselt habe. https://www.theguardian.com/business/2023/jun/14/shell-drops-target-to-cut-oil-production-as-ceo-guns-for-higher-profits

  5. Jan 2022