4.6.3. Kritische Schlussfolgerung# Die beiden Visualisierungen machen eindrucksvoll sichtbar, wie stark sich die Ergebnisse verändern, sobald man eine andere Operationalisierung wählt. Bei der Gesamtbewässerungsmenge liegen Marzahn-Hellersdorf und Spandau klar an der Spitze – Spandau sogar mit deutlichem Abstand. Das deutet darauf hin, dass in diesen Bezirken besonders große Wassermengen eingesetzt wurden, sei es aufgrund vieler gegossener Bäume, hohem individuellem Einsatz oder besonderen lokalen Bedingungen. Betrachtet man jedoch die durchschnittliche Bewässerungsmenge pro Baum, verschiebt sich das Bild vollständig: Hier treten Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg wieder hervor. Die Bezirke, die bei der Gesamtmenge führend waren, liegen in dieser Metrik nicht mehr vorn. Das zeigt klar: Die Wahl der Messgröße – „Wie viel Wasser insgesamt?“ vs. „Wie viel Wasser pro Baum?“ – beeinflusst die Interpretation der Engagementmuster wesentlich. Unterschiedliche Kennzahlen erzählen unterschiedliche Geschichten, obwohl sie auf denselben Rohdaten basieren. Damit wird ein zentrales analytisches Prinzip deutlich: Daten sind nicht neutral – die Art ihrer Aufbereitung formt das Narrativ. Die Erkenntnis, dass unterschiedliche Kennzahlen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, macht deutlich, dass Engagement und Bewässerungsmuster nicht allein durch Bezirksvergleiche erklärbar sind. Um ein umfassenderes Bild zu erhalten, müssen wir zusätzlich berücksichtigen, wie sich Bewässerung über die Zeit entwickelt und wie die Baumstruktur in den Bezirken aussieht. In den nächsten beiden Reitern werden diese Perspektiven vertieft: Im Zeitverlauf betrachten wir, wie sich Bewässerungsaktivität über Monate und Jahre verändert – und ob sich saisonale Muster, Hitzewellen oder langfristige Trends erkennen lassen. In der Baumstatistik analysieren wir die Zusammensetzung des Baumbestands: Alter, Gattung, Verteilung im Stadtraum und deren potenzieller Einfluss auf Bewässerungsbedarfe. Damit erweitern wir die Analyse von einer rein mengenbasierten Betrachtung hin zu einem Verständnis, das räumliche, zeitliche und ökologische Faktoren integriert.
ich habe hier nur noch überflogen, aber es kommt mir ein Gedanke, der vielleicht ganz hiflreich sein kann: Es kann sich nach verschiedenen Versuchen zeigen, dass manche Darstellungen (ein Diagrammtyp, eine Filteroption, eine Einfärbung) irreführende Schlüsse oder falsche Assoziationen erzeugt. Man wird also sein Ergebnis kritisch geprüft haben, vielleicht habt man auch User Feedback bekommen. Man will also was ändern und das ist ok so. > wie macht man das ? Organisatorisch, technisch, kommunikativ?
Gleichzeitig hat man verschiedene Optionen vorab diskutiert, vielleicht auch mehrere Varianten implementiert. DIe Varianten haben vielleicht verschiedene Vor- und Nachteile und man will beide erlauben... wie macht man das ? Vor allem: ein überfrachtetes board hilft keinem! d.h. ein Board übersicht lich und nützlich zu halten, ist auch ein Arbeitsschritt, in dem man das Board entschlackt, umordnet und die Änderungen dokumentiert (changelog?)