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  1. Jul 2026
    1. Dieselbe Mikrobe, die bei sardischen Hundertjährigen erhöht vorkommt, füllt die Biotech-Branche heute in Kapseln ab.

      make this: Dieselbe Mikrobe, die bei sardischen Hundertjährigen erhöht vorkommt, wird heute von Unternehmen als eigenes, meist pasteurisiertes Probiotikum in Kapseln angeboten – unabhängig von Abnehm-Medikamenten wie Ozempic oder Wegovy.

    2. Diese Forschung steckt überwiegend im Zell- und Mausstadium und

      make this: Es handelt sich hier um Grundlagenforschung an Zellen und Mäusen, nicht um Langzeitstudien an Menschen.

    3. , ein Hormon, das Sättigung signalisiert und den Blutzucker mitreguliert.

      make this: . Das Hormon hilft, Blutzucker und Appetit zu regulieren – beides Faktoren, die eng mit Übergewicht, Entzündung und damit auch mit der Frage zusammenhängen, wie gut wir altern.

    4. Das ist die praktischste und zugleich ehrlichste Erkenntnis: Nach Sardinien ziehen lässt sich nicht. Mehr von dem essen, was die Hundertjährigen dort essen, schon.

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    5. Kontrollpersonen

      comment regarding the graphic that follows: What do the numbers in the bar chart mean? The explanation below says "Bakterienzahlen". 9,0 and 1,9 must bei number per something, right?

    6. Einzelne Bakterienarten sind bei ihnen deutlich häufiger vertreten als bei jüngeren Erwachsenen.

      make this: Bestimmte Bakterienarten kommen bei ihnen deutlich häufiger vor als bei jüngeren Erwachsenen.

    7. Unter Hundertjährigen kommen in den Industrieländern etwa drei bis sechs Frauen auf einen Mann. In Sardiniens Blue Zone liegt das Verhältnis bei nur 1,35 zu 1. Sardische Hundertjährige tragen rund 4,7-mal mehr Akkermansia muciniphila in sich als jüngere Erwachsene aus derselben Region, ein Darmbakterium, das mit gesundem Altern in Verbindung gebracht wird. Diese Zusammenhänge sind korrelativ, kein Beweis für Ursache und Wirkung. Selbst herausfinden lässt sich heute, welche Bakterien im eigenen Darm leben, etwa mit einem Mikrobiom-Test wie dem von NB1.

      make the bullet points:

      Bei Hundertjährigen in Industrieländern kommen im Durchschnitt zwischen drei und sechs Frauen auf einen Mann. In Sardiniens Blue Zone liegt das Verhältnis bei nur 1,35 zu 1.

      Sardische Hundertjährige weisen rund 4,7‑mal mehr Akkermansia muciniphila im Darm auf als jüngere Erwachsene aus derselben Region – ein Bakterium, das mit gesundem Altern in Verbindung gebracht wird. Dies ist ein statistischer Zusammenhang, kein Beweis für Ursache und Wirkung.

      Welche Bakterien im eigenen Darm leben, lässt sich mit speziellen Mikrobiom-Tests untersuchen, zum Beispiel mit dem Angebot von NB1.

    8. In einer Handvoll sardischer Bergdörfer werden Männer fast so häufig 100 Jahre alt wie Frauen, ein Phänomen, das sonst fast nirgends dokumentiert ist. Ein Teil der Erklärung liegt offenbar im Darm. Und die entscheidende Frage lautet: Was lebt eigentlich in Ihrem?

      make this: In sardischen Bergdörfern werden Männer fast so häufig 100 Jahre alt wie Frauen – ein seltenes Phänomen. Das liegt offenbar auch am Darmmikrobiom. Die Frage: Wie gut kennen Sie Ihr eigenes? Moderne Mikrobiom-Analysen geben Ihnen einen Einblick.

    9. Der Ort, an dem Männer so alt werden wie Frauen: Was Sardiniens Hundertjährige über den Darm verraten

      make this: Was Sardiniens Hundertjährige über unser Mikrobiom verraten – und wie Sie dieses Wissen mit NB1 nutzen können

  2. Jun 2026
    1. Ein einzelner Faktor erklärt es nicht. Forscher verweisen auf die Genetik einer isolierten Inselbevölkerung, ein körperlich forderndes Hirtenleben und eine traditionell pflanzenbetonte Ernährung, und in jüngerer Zeit auf ein ungewöhnliches Darmmikrobiom-Profil.

      make this: Ein einzelner Faktor erklärt es nicht. Forscher verweisen auf die Genetik einer isolierten Inselbevölkerung, ein körperlich forderndes Hirtenleben und eine traditionell pflanzenbetonte Ernährung. In jüngerer Zeit wird auch die Zusammensetzung des Darmmikrobiom als Erklärung herangezogen.

    2. Die Wissenschaft vom Mikrobiom ist jung, und keine Stuhlprobe wird einem ein garantiertes Jahrhundert in die Hand geben. Doch zu verstehen, was tatsächlich in unserem Darm lebt und wie es sich zu den Mustern der langlebigsten Menschen der Welt verhält, ist längst nicht mehr Sache abgelegener Forschungslabore. Es ist etwas, das jeder, der neugierig auf die eigene Gesundheit ist, heute zu messen beginnen kann.

      make this: Die Wissenschaft vom Mikrobiom ist noch jung und keine Stuhlprobe kann garantieren, dass man hundert Jahre alt wird. Aber zu verstehen, was tatsächlich in unserem Darm lebt und es mit den langlebigsten Menschen der Welt zu vergleichen, ist längst kein Thema mehr, das nur in abgelegenen Forschungslabors behandelt wird. Es ist etwas, das jeder, der Interesse an seiner eigenen Gesundheit hat, nun selbst messen kann.

    3. Auch die Wissenschaft selbst ist in Bewegung. Die meisten der genannten Studien verwenden die 16S-rRNA-Sequenzierung, ein älteres Verfahren, das auf die Bestimmung von Bakterien beschränkt ist, meist auf Gattungsebene. Würde man diese Langlebigkeitsforschung mit der neueren Shotgun-Metagenomik wiederholen, ließen sich weit tiefere Einblicke gewinnen. Weil die Shotgun-Technologie das gesamte Erbmaterial gleichzeitig liest, erweitert sie den Blick über die Bakterien hinaus und erfasst auch Viren, Pilze und Archaeen. Zudem löst sie diese Mikroben bis zum konkreten Stamm auf und zeigt die Stoffwechselgene, die sie tragen. Das verwandelt unser Verständnis von einer bloßen Namensliste der Bakterien in eine funktionale Karte dessen, was das gesamte Mikrobiom tatsächlich für die Gesundheit leistet.

      make this: Auch die Wissenschaft selbst entwickelt sich weiter. Die meisten der oben genannten Studien nutzen die 16S-rRNA-Sequenzierung, eine ältere Methode, die sich auf die Identifizierung von Bakterien beschränkt, meist auf Gattungsebene. Eine Wiederholung dieser Langlebigkeitsforschung unter Verwendung der neueren Shotgun-Metagenomik-Sequenzierung würde weitaus tiefere Einblicke ermöglichen. Da die Shotgun-Technologie das gesamte genetische Material gleichzeitig ausliest, erweitert sie den Blick über Bakterien hinaus und erfasst auch Viren, Pilze und Archaea. Darüber hinaus lässt sie sich diese Mikroben bis hin zum spezifischen Stamm aufschlüsseln und deckt die Stoffwechselgene auf, die sie in sich tragen. Dies verwandelt unser Verständnis von einer einfachen Bestandsaufnahme der Bakterien in eine funktionale Karte dessen, was das gesamte Mikrobiom tatsächlich tut, um die Gesundheit zu fördern.

    4. Für den größten Teil der Welt ist der Langlebigkeitsunterschied zwischen den Geschlechtern eine Tatsache des Lebens, und unter den Hundertjährigen sind ganz überwiegend Frauen. Sardinien erinnert daran, dass dieser Abstand kein Naturgesetz ist. Die Genetik liefert einen Teil der Kulisse, doch die täglichen Gewohnheiten, darunter wie wir essen und was wir in unserem Darm heranziehen, schreiben einen großen Teil des Drehbuchs.

      make this: Für den Großteil der Weltbevölkerung ist der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern eine Tatsache. Unter den Hundertjährigen sind Frauen deutlich in der Überzahl. Sardinien erinnert uns daran, dass dieser Unterschied kein Naturgesetz ist. Die Genetik schafft zwar die Rahmenbedingungen, doch die täglichen Gewohnheiten – darunter unsere Ernährung und die Zusammensetzung unserer Darmflora – haben einen großen Einfluss darauf, wie ein Leben verläuft.

    5. Blue Zones sind nicht ohne Skepsis geblieben. Eine Analyse von 2024 argumentierte, dass manche Langlebigkeits-Hotspots eher auf fehlerhafte Aufzeichnungen oder Rentenbetrug zurückgehen könnten als auf echte Häufungen sehr alter Menschen, und die Debatte hält an. Das sollte man offen aussprechen. Doch Sardinien ist der am besten abgesicherte Fall: Seine Daten zur Langlebigkeit der Männer wurden unabhängig anhand mehrerer historischer Aufzeichnungen validiert, und eine Allianz von Demografen wies die pauschale Kritik 2024 öffentlich zurück. Die Mikrobiomstudie wiederum ist klein und beobachtend, ihre Befunde beschreiben also Bakterien, die mit dem extrem hohen Alter assoziiert sind, nicht eine erwiesene Ursache dafür. Nichts davon löscht die zentrale Anomalie aus. In einem Winkel einer einzigen Insel leben Männer fast so lange wie Frauen, sie tragen einen ungewöhnlichen Satz an Darmbakterien in sich, und sie essen auf eine Weise, die genau diese Bakterien nährt. Jeder einzelne Strang ist belegt. Zusammen machen sie Sardinien zu einem der faszinierendsten natürlichen Experimente der menschlichen Langlebigkeit.

      keep links and make this: Die „Blue Zones“ sind auf Skepsis gestoßen. Eine Analyse aus dem Jahr 2024 argumentierte, dass manche Langlebigkeits-Hotspots möglicherweise eher auf Fehler in der Datenerfassung oder Rentenbetrug zurückzuführen sind, als auf echte Häufungen sehr alter Menschen. die Debatte darüber dauert an. Doch Sardinien ist das am besten belegte Beispiel des Phänomens: Die Daten zur Langlebigkeit der Männer wurden unabhängig anhand mehrerer historischer Aufzeichnungen validiert, und eine Gruppe von Demografen widersprach 2024 öffentlich der pauschalen Kritik. Die Mikrobiom-Studie ihrerseits ist eine kleine, beobachtende Studie. Ihre Ergebnisse beschreiben Bakterien, die mit extremem Alter korrelativ in Verbindung stehen. Sie weist jedoch keinen ursächlichen Zusammenhang nach.

      Nichts davon hebt die zentrale Anomalie auf. In einer abgelegenen Region einer Insel leben Männer fast so lange wie Frauen. Sie tragen eine ungewöhnliche Zusammensetzung von Darmbakterien in sich und ernähren sich auf eine Weise, die diese Bakterien fördert. Jeder dieser Aspekte ist dokumentiert. Zusammen machen sie Sardinien zu einem der faszinierendsten natürlichen Experimente zur menschlichen Langlebigkeit.

    6. Was dies mit dem Darm verbindet, sind Ballaststoffe. Die bei den sardischen Hundertjährigen angereicherten Bakterien sind jene, die von pflanzlichen Ballaststoffen und der Schleimschicht des Darms leben und dabei die kurzkettigen Fettsäuren bilden, die mit einer gesunden Darmbarriere in Verbindung stehen. Dieselbe Cagliari-Studie ergab, dass das mikrobielle Profil der Hundertjährigen mit der Einhaltung einer mediterranen Ernährung einherging. Kein einzelnes Lebensmittel konnte Akkermansia auf Knopfdruck „wachsen lassen“, doch das große Muster ist eindeutig: Eine ballaststoffreiche, weitgehend pflanzliche Ernährung nährt genau die Art von Bakterien, die diese langlebigen Menschen in sich tragen. Das ist die praktischste Erkenntnis, und zugleich die ehrlichste. Nach Sardinien ziehen oder seine Gene leihen kann man nicht. Mehr von dem essen, was seine Hundertjährigen essen, schon.

      make this: Was diese Ernährungsweise mit dem Darmmikrobiom verbindet, sind Ballaststoffe. Die Bakterien, die bei den sardischen Hundertjährigen besonders stark vertreten sind, sind solche, die sich von pflanzlichen Ballaststoffen und der Schleimschicht des Darms ernähren und dabei kurzkettige Fettsäuren produzieren. Diese werden mit einer gesunden Darmbarriere in Verbindung gebracht. Die zitierte Cagliari-Studie ergab auch, dass das mikrobielle Profil der Hundertjährigen mit der Einhaltung einer mediterranen Ernährung einherging. Es gibt zwar kein einzelnes Lebensmittel, das nachweislich Akkermansia nach Belieben „wachsen“ lässt, doch das allgemeine Muster ist konsistent: Eine ballaststoffreiche, weitgehend pflanzliche Ernährungsweise fördert genau die Art von Bakterien, die diese langlebigen Menschen in sich tragen.

      Das ist die praktischste Erkenntnis, und zugleich die ehrlichste. Man kann nicht mal eben nach Sardinien ziehen oder sich die Gene der Sarden ausleihen. Doch man kann mehr von dem essen, was die Hundertjährigen dort essen.

    7. Die traditionelle Ernährung der sardischen Hirten ist weder exotisch noch kompliziert. Sie ist pflanzenbetont und ballaststoffreich: Sauerteig- und Gerstenbrote, darunter das dünne Fladenbrot Pane carasau; Bohnen und Hülsenfrüchte fast täglich, etwa Saubohnen und Kichererbsen; Minestrone, dick mit Gartengemüse; Pecorino-Käse von weidegefütterten Schafen; Fenchel, Tomaten und Mandeln; und ein bescheidenes tägliches Glas des lokalen Cannonau-Rotweins. Fleisch gibt es gelegentlich, nicht im Mittelpunkt.

      keep link and make it: Die traditionelle Ernährung der sardischen Schäfer ist weder exotisch noch kompliziert. Sie ist pflanzenbetont und ballaststoffreich: Sauerteig- und Gerstenbrot, darunter das dünne Fladenbrot „Pane Carasau“; fast täglich verzehrte Bohnen und Hülsenfrüchte wie Saubohnen und Kichererbsen; Minestrone mit reichlich Gartengemüse; Pecorino-Käse von weidegefütterten Schafen; Fenchel, Tomaten und Mandeln; sowie ein bescheidenes tägliches Glas des lokalen Cannonau-Rotweins. Fleisch wird nur gelegentlich gegessen und spielt keine zentrale Rolle.

    8. Akkermansia muciniphila hat einige bemerkenswerte Jahre hinter sich. Einst ein unscheinbarer Bewohner der Schleimschicht des Darms, zählt sie heute zu den meistdiskutierten Mikroben der Stoffwechselmedizin, denn Forscher haben sie mit GLP-1 in Verbindung gebracht, demselben Hormon, das Medikamente wie Ozempic und Wegovy nachahmen sollen. Laborstudien haben gezeigt, dass Akkermansia und die von ihr gebildeten Proteine Zellen dazu anregen können, mehr GLP-1 auszuschütten, das Hormon, das Sättigung signalisiert und den Blutzucker regulieren hilft. Diese Forschung steckt noch überwiegend im Zell- und Mausstadium, es ist keine Langzeitstudie am Menschen, daher geht es hier um einen plausiblen Wirkmechanismus, nicht um eine erwiesene Heilung. Doch es hat genügt, um Akkermansia zu einem kommerziellen Produkt zu machen: Biotech-Unternehmen verkaufen heute Kapseln mit lebender Akkermansia, manche ausdrücklich mit ihrem Potenzial beworben, das körpereigene GLP-1 zu unterstützen. Der schöne Zufall ist, dass genau jene Mikrobe, die bei Menschen angereichert ist, die in einem sardischen Bergdorf von Natur aus 100 Jahre alt werden, dieselbe ist, die die Biotech-Branche nun wegen ihrer Stoffwechselwirkung in Kapseln abfüllt. Was auch immer Sardiniens Hundertjährige tun, sie haben es offenbar auf dem langsamen Weg kultiviert, über ein ganzes Leben hinweg durch ihre Ernährung, lange bevor man es im Glas kaufen konnte.

      keep links and make this: Akkermansia muciniphila hat in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt. Einst ein wenig beachteter Bewohner der Darmschleimhaut, ist es heute eines der meistdiskutierten Mikroben in der Stoffwechselmedizin. Denn Forscher haben es mit GLP-1 in Verbindung gebracht – jenem Hormon, das Medikamente wie Ozempic und Wegovy nachahmen soll.

      Laborstudien haben gezeigt, dass Akkermansia und die von ihr gebildeten Proteine Zellen dazu anregen können, mehr GLP-1 auszuschütten. Das Hormon signalisiert das Sättigungsgefühl und trägt zur Regulierung des Blutzuckerspiegels bei. Diese Forschung wird größtenteils noch an Zellen und Mäusen erprobt und ist noch nicht in Studien zur Langlebigkeit beim Menschen übergegangen. Daher geht es in der Forschung eher um einen plausiblen Wirkmechanismus, nicht um eine erwiesene Heilmethode. Dennoch reichte sie aus, um Akkermansia zu einem kommerziellen Produkt zu machen: Biotech-Unternehmen verkaufen mittlerweile Kapseln mit lebenden Akkermansia-Bakterien. Einige davon werden ausdrücklich mit ihrem Potenzial beworben, das körpereigene GLP-1 zu unterstützen.

      Der schöne Zufall: Der Mikroorganismus, der bei Menschen, die in einem sardischen Bergdorf 100 Jahre alt werden, in erhöhter Konzentration vorkommt, ist derselbe, den die Biotech-Branche nun wegen seiner stoffwechselwirksamen Effekte in Flaschen abfüllt. Was auch immer die Hundertjährigen auf Sardinien tun – sie scheinen diesen Mikroorganismus auf langsame Weise kultiviert zu haben. Und zwar durch ihre Ernährungsgewohnheiten über ein ganzes Leben hinweg, lange bevor man ihn in einem Glas kaufen konnte.

    9. Eine Bakteriengruppe stach als Signatur des extrem hohen Alters hervor. Der Stamm Verrucomicrobia, und insbesondere eine Art namens Akkermansia muciniphila, war bei den Hundertjährigen deutlich angereichert. In den Daten der Studie war die Gattung Akkermansia bei den 100-Jährigen um ein Mehrfaches häufiger als bei den jüngeren Kontrollpersonen. Die Menschen in ihren 90ern hatten ihren eigenen Marker, einen Anstieg von Bifidobacterium, während die jüngste Gruppe stärker auf Bacteroides setzte. Mit anderen Worten: Die ältesten Bewohner hatten nicht einfach „mehr Bakterien“. Sie besaßen einen unverwechselbaren mikrobiellen Fingerabdruck. Eines aber können die Daten nicht klären: ob diese Bakterien dazu beitragen, dass Menschen 100 werden, oder ob sie schlicht ein Leben lang gesunde Ernährung widerspiegeln. Die Studien zeigen ein Muster, keine Ursache.

      make this: Eine Bakteriengruppe stach als Kennzeichen für extremes Alter besonders hervor. Der Stamm Verrucomicrobia und insbesondere eine Art namens Akkermansia muciniphila waren bei den Hundertjährigen deutlich stärker vertreten. Den Daten der Studie zufolge war die Gattung Akkermansia bei den 100-Jährigen um ein Vielfaches häufiger vertreten als bei den jüngeren Kontrollpersonen. Die Menschen in ihren 90ern wiesen einen eigenen Marker auf, nämlich einen Anstieg bei Bifidobacterium, während die jüngste Gruppe stärker auf Bacteroides setzte.

      Mit anderen Worten: Die ältesten Bewohner hatten nicht einfach nur „mehr Bakterien“. Sie wiesen einen unverwechselbaren mikrobiellen Fingerabdruck auf.

      Eine Frage können die Daten jedoch nicht klären: ob diese Bakterien den Menschen helfen, 100 Jahre alt zu werden, oder ob sie lediglich Ausdruck einer lebenslangen gesunden Ernährung sind. Die Studien zeigen ein Muster, nicht eine Ursache.

    10. Die Genetik einer isolierten Inselbevölkerung, ein körperlich forderndes Hirtenleben und eine traditionelle Ernährung spielen alle eine Rolle. Doch im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Aufmerksamkeit einem weniger offensichtlichen Verdächtigen zugewandt: dem Darmmikrobiom, den Billionen von Bakterien, die im Verdauungstrakt leben und von der Immunabwehr bis zum Stoffwechsel alles beeinflussen. 2022 veröffentlichten Forscher der Universität Cagliari eine der wenigen Studien, die direkt in den Darm sardischer Hundertjähriger blickten. Sie verglichen Stuhlproben von 17 Menschen ab 100 Jahren, 29 Personen in ihren 90ern und 46 jüngeren Erwachsenen im Alter von 40 bis 60 Jahren.

      keep link and make it: Die Genetik einer isolierten Inselbevölkerung, ein körperlich anstrengendes Leben als Schäfer und eine traditionelle Ernährung spielen für das Phänomen jeweils eine Rolle. Doch in den letzten zehn Jahren hat sich die Aufmerksamkeit auf einen weniger offensichtlichen Verdächtigen gerichtet: das Darmmikrobiom, jene Billionen von Bakterien, die im Verdauungstrakt leben und alles beeinflussen – von der Immunabwehr bis zum Stoffwechsel.

      Im Jahr 2022 veröffentlichten Forscher der Universität Cagliari eine der wenigen Studien, die einen direkten Blick in den Darm sardischer Hundertjähriger warfen. Sie verglichen Stuhlproben von 17 Menschen im Alter von 100 Jahren oder älter, 29 Menschen in den 90ern und 46 jüngeren Erwachsenen im Alter von 40 bis 60 Jahren.

    11. Das wirklich Ungewöhnliche war nicht die schiere Zahl der alten Menschen, sondern die Männer. In den Industrieländern ist das außergewöhnlich hohe Alter überwiegend weiblich. In Sardiniens Blue Zone holen die Männer fast auf. Forscher, die Geburts-, Heirats- und Sterberegister prüften, um übertriebene Altersangaben auszuschließen, bestätigten, dass der Befund zur Langlebigkeit der Männer Bestand hatte, womit er zu einer der am sorgfältigsten belegten Erkenntnisse der Langlebigkeitsforschung wurde.

      make this: Das wirklich Ungewöhnliche war nicht die bloße Anzahl älterer Menschen, sondern die Männer. In den Industrieländern sind Menschen im hohen Alter überwiegend weiblich. In Sardiniens „Blauer Zone“ holen die Männer fast auf. Forscher, die Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden genauestens prüften, um übertriebene Altersangaben auszuschließen, bestätigten, dass die Erkenntnis zur Langlebigkeit der Männer zutrifft. Das macht sie zu einer der am sorgfältigsten validierten Fakten in der Forschung zu Langlebigkeit.

    12. Das Cluster liegt in den gebirgigen Gebieten Ogliastra und Barbagia in der Provinz Nuoro, in Dörfern wie Villagrande Strisaili, Seulo, Talana und Arzana. Poulain und Pes ordneten die Orte anhand eines Extreme Longevity Index, des Anteils der Neugeborenen, die später 100 Jahre alt werden. Villagrande Strisaili führte die Insel mit rund 10,8 Hundertjährigen je 1.000 Neugeborene an, das heißt, ein dort geborenes Kind hatte eine Chance von etwa eins zu hundert, ein volles Jahrhundert zu erleben.

      keep the link and make it: Der Cluster befindet sich in den bergigen Regionen Ogliastra und Barbagia in der Provinz Nuoro, in Dörfern wie Villagrande Strisaili, Seulo, Talana und Arzana. Poulain und Pes stuften die Ortschaften anhand eines Index für extreme Langlebigkeit ein, also des Anteils der Neugeborenen, die später das Alter von 100 Jahren erreichen. Villagrande Strisaili führte die Rangliste der Insel mit etwa 10,8 Hundertjährigen pro 1.000 Neugeborenen an. Das bedeutet, dass ein dort geborenes Baby eine Chance von etwa eins zu hundert hatte, ein ganzes Jahrhundert zu leben.

    13. Die Entdeckung reicht in die späten 1990er- und frühen 2000er-Jahre zurück, als der belgische Demograf Michel Poulain und der sardische Arzt Gianni Pes, aufbauend auf einer früheren Hundertjährigen-Zählung unter der Leitung von Luca Deiana, sich daranmachten, genau zu kartieren, wo sich Sardiniens langlebige Menschen ballten. Sie zogen auf einer Karte konzentrische Kreise um die Gemeinden mit der höchsten Langlebigkeit und markierten sie mit blauer Tinte. Der innerste Kreis wurde zur weltweit ersten „Blue Zone“, ein Begriff, der heute für die Handvoll Regionen weltweit mit außergewöhnlich hoher Konzentration sehr alter Menschen steht.

      keep the links and make it: Die Entdeckung geht auf die späten 1990er- und frühen 2000er-Jahre zurück. Aufbauend auf einer früheren, von Luca Deiana geleiteten Erhebung unter Hundertjährigen kartierten der belgische Demograf Michel Poulain und der sardische Arzt Gianni Pes, wo in Sardinien die Menschen besonders häufig sehr alt wurden. Sie zeichneten auf einer Karte konzentrische Kreise um die Gemeinden mit der höchsten Lebenserwartung und markierten diese mit blauer Tinte. Der innerste Kreis wurde zur weltweit ersten „Blue Zone“ – ein Begriff, der heute für die wenigen Regionen weltweit verwendet wird, in denen besonders viele sehr alte Menschen leben.

    14. Diese Anomalie lockte zuerst die Demografen auf die Insel. Während Wissenschaftler ergründeten, was diese Gemeinschaften auszeichnet, führte die Suche in viele Richtungen, bis hinunter zu den Bakterien im Darm der Bewohner. Um zu verstehen, was diese Forschung tatsächlich zeigt, haben das Mikrobiom-Testunternehmen NB1 und die Forschungsexperten von DataPulse Research die veröffentlichte Evidenz zur sardischen Langlebigkeit ausgewertet, von demografischen Aufzeichnungen bis zu den neuesten Darmstudien.

      keep the link but make it : Diese Anomalie war es, die Demografen auf die Insel lockte. Während Wissenschaftler untersuchten, was die dort lebenden Menschen auszeichnet, führte die Suche in viele Richtungen. Auch zu den Bakterien, die im Darm der Bewohner leben. Um zu verstehen, was diese Forschung tatsächlich aussagt, haben das Unternehmen NB1, das Tests zum Darmmikrobiom durchführt, und die Forschungsexperten von DataPulse Research die veröffentlichten Erkenntnisse zur Langlebigkeit auf Sardinien ausgewertet – von demografischen Aufzeichnungen bis zu aktuellen Darmstudien.

    15. die Männer sogar leicht vorne liegen. Sie werden dort beinahe so häufig 100 Jahre alt wie Frauen, etwas, das fast nirgendwo sonst dokumentiert ist.

      Frage: Wenn sie vorne liege in dem Dorf, dann erreichen sie das Alter ja nicht beinah so häufig wie Frauen sondern öfter. Was ist hier gemeint?

    16. In einem Streifen von Bergdörfern im zentralöstlichen Sardinien verschwindet dieser Abstand fast vollständig. Unter den Hundertjährigen der Region kommen etwa 1,35 Frauen auf jeden Mann, und im Dorf Villagrande Strisaili ist das Verhältnis so ausgeglichen, dass die Männer sogar leicht vorne liegen. Sie werden dort beinahe so häufig 100 Jahre alt wie Frauen, etwas, das fast nirgendwo sonst dokumentiert ist.

      make this: In einer Reihe von Bergdörfern im Osten Sardiniens verschwindet dieser Unterschied fast gänzlich. Unter den Hundertjährigen der Region kommen auf jeden Mann etwa 1,35 Frauen. Im Dorf Villagrande Strisaili ist das Verhältnis so ausgeglichen, dass die Männer sogar leicht überwiegen. Männer erreichen dort fast genauso häufig das 100. Lebensjahr wie Frauen – ein Phänomen, das sonst fast nirgendwo dokumentiert ist.

    17. Fast überall auf der Erde ist die Rechnung des hohen Alters ungleich verteilt. Frauen überleben Männer, und der Abstand wird mit dem Alter nur größer. Je höher man steigt, desto stärker bestehen die Reihen der sehr Alten aus Frauen. Mit 100 Jahren ist das Ungleichgewicht eklatant: Unter den Hundertjährigen kommen in den USA etwa drei Frauen auf einen Mann, in Japan sind es rund sechs zu eins, die meisten Industrieländer liegen irgendwo dazwischen. Diese Schieflage gilt für nahezu jedes Land mit verlässlichen Aufzeichnungen.

      make this: Fast überall auf der Erde ist die Altersverteilung unausgewogen. Frauen leben länger als Männer und dieser Unterschied vergrößert sich mit zunehmendem Alter. Je höher man in der Altersskala aufsteigt, desto mehr Frauen sind unter den Hochbetagten zu finden. Bei den Hundertjährigen ist das Ungleichgewicht besonders ausgeprägt: In den Vereinigten Staaten übersteigt die Zahl der Frauen die der Männer um etwa drei zu eins, in Japan steigt dieses Verhältnis auf etwa sechs zu eins, während die meisten Industrieländer irgendwo dazwischen liegen. Diese Schieflage gilt für fast jedes Land mit verlässlichen Daten.

    18. Zum Vergrößern klicken

      Headline: Wo Männer so lange leben wie Frauen

      Subheadline: Fast überall werden deutlich mehr Frauen als Männer sehr alt. Nicht in Sardinien.

      Erklärung unter Grafik: Die Phänomene hängen korrelativ zusammen, Ursache und Wirkung sind aber bisher nicht klar nachgewiesen.

    19. Sardische Hundertjährige tragen rund 4,7-mal mehr Akkermansia muciniphila in sich, eine mit Langlebigkeit verknüpfte Darmmikrobe, als jüngere Erwachsene aus derselben Region.

      make this: Sardische Hundertjährige tragen rund 4,7-mal mehr Akkermansia muciniphila in sich als jüngere Erwachsene aus derselben Region. Die Darmmikrobe wird mit Langlebigkeit verknüpft.

    20. Im Dorf Villagrande Strisaili ziehen die Männer sogar leicht vorbei, der einzige dokumentierte Ort, an dem sich dieses Verhältnis umkehrt.

      make this: Im Dorf Villagrande Strisaili ziehen die Männer sogar leicht vorbei. Der einzige dokumentierte Ort, an dem sich dieses Verhältnis umkehrt.

    21. Mit 100 Jahren übertreffen Frauen die Männer in den Industrieländern um bis zu sechs zu eins.

      make this: Unter Hundertjährigen kommen in den Industrieländern sechs Frauen auf einen Mann.

    22. In einer Gruppe sardischer Bergdörfer verschwindet der Langlebigkeitsunterschied zwischen den Geschlechtern fast vollständig: Männer werden dort beinahe so häufig 100 Jahre alt wie Frauen, und in einem Dorf ziehen sie sogar leicht an ihnen vorbei, etwas, das Forscher fast nirgendwo sonst dokumentiert haben. Neue Forschung legt nahe, dass ein Teil der Antwort in ihren Darmbakterien verborgen liegt, darunter eine Mikrobe, die heute im Zentrum der Ozempic-Geschichte steht.

      make this: In einer Gruppe sardischer Bergdörfer verschwindet der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern fast vollständig: Männer werden dort beinahe so häufig 100 Jahre alt wie Frauen. In einem Dorf liegen sie sogar knapp vorne. Ein Phänomen, das Forscher fast nirgendwo sonst dokumentiert haben. Neue Forschung legt nahe, dass ein Teil der Antwort in ihren Darmbakterien liegt, darunter ein Mikroorganismus, der derzeit im Mittelpunkt der Ozempic-Debatte steht.

    23. Überall auf der Welt leben Frauen länger als Männer. Außer in einem Winkel Sardiniens. Forscher haben untersucht, was in ihrem Darm steckt.

      make this: Überall auf der Welt leben Frauen länger als Männer. Außer in einer Region Sardiniens. Forscher fanden die Erklärung – im Darm.

    1. entscheiden wenige Punkte, die jeden Monat und bei der Kanzlei-Übergabe zählen

      make this: sind folgende Punkte, die jeden Monat und bei der Kanzlei-Übergabe relevant sind, entscheidend

    1. Kategorie, weitgehend von selbst läuft, statt Zeile für Zeile per Hand erledigt zu werden.

      make this: Kategorie läuft weitgehend von selbst und muss nicht Zeile für Zeile per Hand erledigt werden.

    2. Ohne Steuerberater zählt, ob Sie bei Zweifeln einen echten Menschen erreichen, im Idealfall jemanden, der Ihre laufende Buchhaltung übernehmen kann.

      make this: Ohne Steuerberater ist es wichtig, im Notfall einen echten Menschen zu erreichen – im Idealfall jemanden, der die laufende Buchhaltung übernehmen kann.

    3. Für selbst buchende Freiberufler entscheiden nicht Funktionslisten, sondern ein paar Dinge, die jeden Monat wiederkehren.

      Für Freiberufler und Einzelunternehmer ist nicht der Gesamtumfang der Funktionen entscheidend, sondern die Übernahme bestimmter, wiederkehrender Aufgaben. Wir haben die fünf Tools daran gemessen, wie gut sie die folgenden sechs Kriterien erfüllen – und zwar in dieser Gewichtung:

    1. Du betreibst ihn entweder als Storefront, oder Du behältst einen vorhandenen Shop (Shopify, Shopware, WooCommerce) und nutzt PlentyONE als zentrales Rückgrat dahinter.

      make this: Man betreibt ihn entweder als Storefront oder behält einen vorhandenen Shop (Shopify, Shopware, WooCommerce) und nutzt PlentyONE als zentrales Rückgrat dahinter.