7 Matching Annotations
  1. Apr 2020
    1. Ich habe die Kugelmetaphorik als Symptom eines Phantasmas gedacht, das sich gegen die Differenz wendet – letztlich ein Bild sozialer Gewalt: der zwangsläufigen Immersion (medien- und wahrnehmungstechnisch gedacht) und Integration (gesellschaftstechnisch gedacht), unter Ausschluss des jeweils Nicht-Integrierbaren. Die moderne Synergie als utopisches Modell gehört diskurshistorisch zur aufkommenden Massengesellschaft, welche totalisierende Organisationsformen von Gesellschaft als notwendige Konsequenz erscheinen ließ (und das gilt auch für die USA). Hinter ihr steht das Begehren einer Perfektibilität von Welt, nur: wer determiniert den Fokus?
    2. Ich kann nicht anders, als misstrauisch zu sein gegenüber einer Synergetik als Planungsstrategie, denn sie scheint mir von „oben“ – dem Ganzen – aus gedacht, nur wer gibt die Systematik des jeweils imaginierten Systems vor? Mit der Synergie verbindet sich nolens volens die Frage der Macht; die Welt als selbstregulierendes System zu denken und dies als Planungsansatz zu nehmen, birgt einen m. E. grundsätzlichen Widerspruch, der einer Leugnung gesellschaftlicher Realitäten entspringt, an denen sich schon Fullers Utopie die Zähne ausgebissen hat.
    3. dies Beispiel zeigt, dass Macht und das Denken in synergetischen Prozessen nicht getrennt gesehen werden können
    1. Verbirgt sich hinter Denkfiguren der Synergie und der Übersummativität in der Nachfolge des Aristoteles, hinter den Figuren der Summe, des Ganzen, des unteilbaren Systems, die Gefahr der Totalisierung?
    1. „Attentat“ auf die „energetisch-synergetische“ Theorie
    2. Das Problem der „Frustration“ ist aber nicht das einzige Problem, das seinen Schatten auf die Leistung des amerikanischen Genies wirft.
    3. Dieses verführerische Denkmodell stimmt aber leider nur scheinbar.