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  1. Dec 2025
    1. Es kam mir eine so starke Regung zu schreiben, dass ich ihr nicht zu widerstehen vermochte. Die Gewalt, die ich mir antat, es nicht zu tun, machte mich krank, und beraubte mich der Sprache. Ich war sehr überrascht, mich solchergestalt zu erleben, denn noch nie war mir dies widerfahren. Nicht, dass ich auch nur etwas Bestimmtes zu schreiben gehabt haben würde, ich hatte nichts auf der Welt, nicht die geringste Idee zu was auch immer. Es war ein schlichter Instinkt, in einer Fülle, die nicht ertragen konnte.
    2. „Ich wusste weder, was ich schrieb, noch was ich geschrieben hatte, noch auch in allem, was ich seither geschrieben habe. (…) Ich hatte den Kopf so frei, dass er in einer gänzlichen Leere war, ich war befreit von allem, was ich schrieb, dass es mir wie fremd war.“ (Madame Guyon in „Die geistlichen Ströme)
    1. „Undeutlich spüre ich, daß die Bücher, die ich geschrieben habe, ihren Sinn aus einem alles umfassenden Bild beziehen, das ich mir von der Literatur mache, doch ich habe das Gefühl, daß ich dieses Bild wohl nie genau zu greifen vermag, daß es für mich etwas ist, das jenseits des Schreibens steht, ein ,Warum ich schreibe‘, auf das ich nur schreibend antworten kann, wobei ich unaufhörlich den Augenblick hinausschiebe, in dem dieses Bild, weil ich aufhöre zu schreiben, sichtbar werden würde, ähnlich wie ein Puzzle, das ein für alle Mal abgeschlossen ist.“
  2. Jun 2025
    1. „Ich werde es auf keinen Fall dafür nutzen, irgendeinen Text zu erstellen“, sagt Royle. „Für mich ist es so, dass man während des Schreibens seine Ideen formuliert und durchs Überarbeiten und Redigieren kristallisiert sich erst richtig heraus, was man sagen will. Das eine Maschine machen zu lassen, ist nicht Sinn der Übung.“
  3. Feb 2023
  4. Feb 2020
    1. Denn wer nicht dauergrinst, sondern sich mit seinen unangenehmen Gefühlen auseinandersetzt, tut seiner Psyche etwas Gutes. Das zeigen Studien von James Pennebaker, einem Psychologen an der University of Texas in Austin. Die Konfrontation mit dem Negativen solle schriftlich geschehen, rät Pennebaker. Er nennt es "expressives Schreiben". In zahlreichen Experimenten hat er festgestellt, dass dieses Schreiben, wenn es regelmäßig geschieht, Menschen nicht nur bei der Bewältigung ihrer negativen Emotionen helfen, sondern auch ihr Wohlbefinden fördern kann - und zwar langfristig.