Kurt-R.Biermann führt dagegen die Vorzüge des Umzugs – den finanziellen und den familiären Aspekt, dazu diegrößere Nähe zum russischen Ministerium zur Vorbereitung der Russisch-Sibirischen Reise – als diewesentlichen Faktoren an, die Humboldt zur Rückkehr bewogen hätten und hebt damit Humboldts eigeneMotive hervor (Biermann 1980, S. 6
wiederum Biermann, aber an anderer Stelle, nochmals zum Zshg. mit den Russ.-Sib. Reiseplänen; Nikolaus I. wird durch Heirat mit Prinzessin Charlotte von Preußen immerhin der Schwiegersohn des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. geworden, die beiden Herrscherhäuser waren damit politisch und familiär eng verbündet. Biermann dazu: "Es kann als gesichert gelten, daß die Rückkehr Humboldts aus Paris nach Berlin im April/Mai 1827 wesentlich durch die Vorstellung mit beeinflußt worden ist, die engen verwandtschaftlichen Beziehungen der Höfe von Berlin nach Petersburg für eine modifizierte Verwirklichung der alten Reisepläne nutzen zu können." (BiermannKurt R.: „Alexander von Humboldts Forschungsprogramm von 1812 und dessen Stellung in Humboldts indischen und sibirischen Reiseplänen“, in: Biermann, Kurt-R.: Miscellanea Humboldtiana, Bd. 15, Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung, Berlin: Akademie-Verlag 1990, S. 73–84, Zit. S. 77.)