28 Matching Annotations
  1. Last 7 days
    1. Alexander Kekulé, einer der medienaffinen Topvirologen, denen die deutsche Öffentlichkeit gerade so andächtig lauscht, als befände man sich in einer gigantischen Reprise des Milgram-Experiments, stimmte in den Generalbass der »liberalen Eugenik« (Habermas) ein und warnt gar vor der Preisgabe »unserer« Kultur und Identität, sollte man die Bemühungen, Leben zu retten, allzu ernst nehmen; womit er unfreiwillig vielleicht gar nicht so falsch liegt.

      ha!

  2. Jul 2020
    1. wie sie sind

      Und da wir niemals vollkommene (Vollkommenheit ist regulative Idee) Erkenntnis der Dinge haben können (das würde Erkenntnis von allem Mannigfaltigen erfordern), ist dieses wie sie sind sozusagen immer nur eine annäherungsweise, möglichst präzise Auffassung der (empirischen) Dinge an sich, die sicher mit der Zeit verbessern wird aber immer gekoppelt an unsere Anschauung bleibt, also nie an das transzendentale Ding an sich heranreichen?

    1. diese beiden Vorstellungen sind im Objekte, d. i. ohne Unterschied des Zustandes des Subjekts, verbunden

      Aber sie sind doch erst durch die subjektiven Verstandesformen Objekt.

    2. Erkenntnisse bestehen in der "bestimmten Beziehung gegebener Vorstellungen auf ein Objekt".

      Also Synthesis von Mannigfaltigem der Erscheinung und Anschauungsformen/Kategorien zum Objekt (~Begriff vom Gegenstand) die dann auf „gegebene Vorstellungen“ (also in der Erinnerung vorhandene Erfahrung/Erkenntnis) bezogen wird?

    3. deren "wahres Korrelatum", das "Ding an sich selbst", unerkennbar ist

      Und doch lässt sich kein Gegenstand vorstellen, ohne diese zweite Bedeutung, die außerhalb unserer Anschauung liegt, jedoch gänzlich unbestimmt bleibt.

      Es scheint sich aber nicht bloß um eine logische Leerstelle zu handeln, sondern insofern die Dinge an sich ja uns alle und nicht nur den je Einzelnen affizieren, verweisen sie doch schon auf etwas nicht-subjektives?!

  3. Jun 2020
  4. May 2020
  5. Apr 2020
    1. The apartheid system in South Africa and the destruction of Jews in Europe – the latter, though, in an extreme fashion and within a quite different setting – constituted two emblematic manifestations of this phantasy of separation.

      Earlier, Israeli ‚Apartheid‘ was declared to be worse than South African Apartheid, now the latter is linked to the Holocaust (which thus is relativized). Through an alleged ‚phantasy of separation‘, Israeli Politics becomes implicitly (not that implicitly) comparable to the Shoah. This is a very common antisemitic narrative, lacking any understanding of national socialism.

    1. Die Strategie, derartig auf gesellschaftliche Krisentendenzen zu bauen und diese für die eigene Profilierung zu nutzen, ist in den vergangenen Jahren unter dem Namen Populismus diskutiert worden. Zumindest ein Teil der politischen Linken bekennt sich offen zu einer populistischen Strategie. Bei dieser Strategie allerdings wird Krise nicht als eine dauerhafte, sondern immer als eine neue und nie dagewesene verstanden, etwa in der gespielten oder ernsthaften Empörung über die neuesten Verfehlungen des gesellschaftlichen Systems, das in dieser Rhetorik immer erst seit gerade eben völlig abgewirtschaftet hat. Offensichtlich ist der Wunsch hier Vater des Gedankens.
    1. Soweit ich das nach den verfügbaren Berichten angeben kann, gab es den ganzen Januar hindurch und in einigen Fällen bis in den Februar hinein fortwährend direkte Linienflüge von Wuhan nach London, Paris, Rom, New York und San Francisco. Nun, da Covid-19 sich weltweit ausbreitet, haben Sie keine Zeit verloren und den internationalen Verkehr nach China eingeschränkt; Ihr Ansatz war auffallend anders, als Sie die Krankheit zu uns exportiert haben.
    1. Varoufakis stammelt vom Untergang der Europäischen Union. Wir werden alle betroffen sein, selbst die Reichen. Alarmismus, abgeschmackte Bildsymbolik. Völlig unkonkret. Er hält dagegen, was die EU ganz ohne ihn schon vorhat: Eurobonds und nahhaltige Fonds. Und ein BGE.

  6. Mar 2020
    1. Since it was no longer possible to satisfyingly measure labor performance, a permanent grant would provide the only natural response to a measurability crisis, completing the neoliberal dissolution of the waged worker.

      Relation of measurement, grant and dissolution of waged worker?