47 Matching Annotations
  1. Jul 2022
    1. Selbstbildung als ge-nitivus subjektivus kann bedeuten, dass man selbstständig etwas macht.Man eignet sich etwa selbst Wissen an, lernt selbst Vokabeln auswen-dig oder übt selbst Konjugieren. Hier richtet sich die Tätigkeit, die manselbst ausführt, auf etwas, das von sich selbst verschieden ist. Selbstbil-dung als Genitivus objectivus bedeutet, dass der Mensch selbst mit sei-nen persönlichen Überzeugungen und Haltungen Gegenstand der selbstausgeführten Tätigkeit ist. Hiermit ist nicht gemeint, dass man nach ei-nem Lernprozess selber etwas mehr weiß oder mehr kann – dies wäre eineschwache Lesart. Der Unterschied wird durch eine stärkere Lesart deut-lich: Durch die Aneignung von Wissen und Fähigkeiten, kann man selbstunter bestimmten Bedingungen zum Objekt der Aneignung werden, der-art, dass man selbst wesentlich in seinen grundlegenden Überzeugungenoder Haltungen verändert wird. Dies ist nicht nur die emphatischste Be-deutung von Bildung als Persönlichkeitsbildung, sondern die auch hierangemessene Lesart von Bieris Unterscheidung von Bildung und Ausbil-dung und von Humboldts Charakterisierung von Bildung als „regeste“Wechselwirkung, und genau das scheint Humboldt zu meinen, wenn ervon Kraftbildung spricht: ein Veränderung des Selbst.

      Selbstbildung als spezifische Tätigkeit - selbsttätig und auf sich Selbst bezogen! PLN können Gefahr laufen, bloß genitivus subjectivus zu sein, auch im Reflektieren nur die Qualität der Selbsttätigkeit, nicht ihre Zwecke zu reflektieren

    Tags

    Annotators

  2. Jun 2022
    1. die Philosophielässt sich selbst als eine Form von Virtualität verstehen, insofern sie durch ihreimmanente Reflexivität das Bestehende auf alternative Möglichkeiten der Reali-sierung hin befragt, nie ruht, sondern ständig in Bewegung ist – einer Bewegungdes Diskurses

      Philosophie als Virtualität - interessante Überlegung auch dafür, dass ich eben die Perspektive der Didaktik auf PLN einnehmen will - warum? --> weil PLN etwas mit virtueller Realität zu tun haben und Philo auch - d.h. Philodidaktik auch (?)

    Tags

    Annotators

    1. dann brauchen wir so scheint es mir eine spezifische hermeneutik des internets

      Wenn man dieser These zustimmt - ich stimme zu - dann hat das Konsequenzen für den Bildungsbetrieb und wenn das der Fall ist, hat das Konsequenzen für die Professionalisierung der Lehrkräfte. Und wenn das der Fall ist, kann die Forschung von und über PLN in diesem Bereich als Desiderat bezeichnet werden.

    1. wenn wir alle freien zugang zum wissen haben dann haben wir damit nicht nur ein recht die werden nur die rechte diskutiert sondern wir haben auch eine pflicht zum wissen

      Und hier drängt sich mir die Frage auf: Sind persönliche Lernnetzwerke die Instrumente oder der Lernmodus, der uns dazu bringt, in der Lage zu sein, diese Pflichten zu erfüllen??

    1. dieses subjekt objekt schema ich glaube das wird dieser lebensweltlichen realität die man weniger gerecht wenn ki immer mehr eingang in unser leben findet

      Subjekt-Objekt-Dichotomie wird der lebensweltlichen Realität immer weniger gerecht - das sagt auch Latour, aber er hat dabei nicht KI im Blick, er meint das für die Untersuchung von allen komplexen Prozessen, sei es das Züchten von Muscheln in der Bretagne, das Entwickeln und Vertreiben einer Amateur-Kamera oder - so denke ich - das Lernnetzwerk, das andere Lernende sowie KI einschließt

    1. alle betreffen die dadurch natürlich auch einige diese gefahr darstellen wenn wir diese transformation nicht mitmachen könne oder mitmachen wollen

      Stimme vollkommen zu. Daher denke, ich dass gerade die, die die Menschen unterrichten, die in der transformierten und sich fortlaufend transformierenden Welt leben müssen, in den Blick der Forschung genommen werden müssen. Genau deshalb schaue ich auf persönliche Lernnetzwerke von Lehrer.innen. Was macht die Digitalität mit dem professionellen Lernen von Lehrer:innen?

    1. es geht darum dass die information nicht alles einfach präsentiert werden sondern müssen sie über verschiedene zwischen inzwischen 00:29:19 medien müssen wir sie auf suchen

      Wir müssen aktiv werden. Wir müssen also wissen wie das suchen geht, was wir suchen und warum wir es suchen.

    2. das internet hat als eine gewissermaßen eine transzendente tendenz es die in seiner richtung her vom intranet von etwas abgekapselten zum 00:27:11 internet als hatten sich die tendenz alle grenzen zu überschreiten und alles miteinander zu vernetzen alles miteinander in beziehung zu setzen das finde ich interessant das internet besitzt und es auch nicht interessanter 00:27:24 punkt eine epidemische eigenlogik die vor allem mit dem suchen nach informationen

      Transzendente Tendenz des Internets - umgreifende Vernetzung - Erinnert mich jetzt an die Zone der nächsten Entwicklung von Vygotsky. Hat das lernende Subjekt auch eine transzendente Tendenz?

    3. also bedingte autonom ihren ich sagte keine sind eine hypothetische autonomen ihre operationen

      In diesem Bereich ist für mich eben die Frage nach der Autonomie der Nutzer:innen von PLN interessant. In der Digitalität macht das Subjekt Transsubjektivitätserfahrungen. Was bedeutet das für seine Autonomie? Konkret gefragt: Laufen wir Gefahr, nur noch hypothetisch autonom zu werden? Letztlich: Was heißt sich bilden im Handlungsraum der Digitalität?

    1. based on that understanding about how the world has changed

      Braucht es dafür (auch) die Philosophie der Digitalität? Für dieses Verständnis?

    2. tied together by their interests

      Ähnlich wie es die interessengetriebenen Nerd-Gruppen als Pioniere vorgemacht haben

  3. May 2022
    1. Die Menschen sind geneigt, dieTechnik für die Sache selbst, für Selbstzweck, für eine Kraft eigenenWesens zu halten und darüber zu vergessen, daß sie der verlängerteArm der Menschen ist

      1) Ist Latour somit ein technologischer Schleierknüpfer ?? 2) Technik nicht als Selbstzweck zu verstehen, keine toolification, kein einfaches doing it, sondern als Teil des eigenen Bildungsprozesses

    2. Ein aufklärendes Potential dürfte allein schonin der Fragestellung liegen, wie man so wurde. Denn es gehört zu demunheilvollen Bewußtseins- und Unbewußtseinszustand, daß man seinSo-Sein – daß man so und nicht anders ist – fälschlich für Natur, für einunabänderlich Gegebenes hält und nicht für ein Gewordenes. Ichnannte den Begriff des verdinglichten Bewußtseins. Das ist aber vorallem eines, das gegen alles Geworden-Sein, gegen alle Einsicht in dieeigene Bedingtheit sich abblendet und das, was so ist, absolut setzt.Würde dieser Zwangsmechanismus einmal durchbrochen, wäre – sodächte ich – doch einiges gewonnen

      PLN können Lernprozesse reflektierbarer machen und das eigenen Lernen in seiner Werdung und Abhängigkeit ausweisen

    1. Man kann sich zu dem je schongegebenen Selbst-Welt-Verhältnis erneut verhalten, indem man es bejahtoder ablehnt, verstärkt oder ändert.

      Dieses reflexive Moment ist etwas, das PLN mit sich bringen, weil sie sich zu sich selbst verhalten, bzw. durch ihre Transparenz, das Lernen veröffentlichen und wiederum zum Gegenstand eigener und gemeinsamer Reflexion werden lassen.

    2. ie Notwendigkeit des Kriteriums der Selbsttätigkeit betontauch Bieri (2010, S. 205f.) durch die Unterscheidung von Bildung zurAusbildung aufgrund der Selbsttätigkeit des Subjekts:Bildung ist etwas, das Menschen mit sich und für sich machen:Man bildet sich. Ausbilden können uns andere, bilden kann sichjeder nur selbst.

      Das ist anschlussfähig für die Idee von PLN - wenngleich PLN nicht automatisch Garanten für Bildungsprozesse sind, ist auch hier die Selbsttätigkeit des Subjekts gefragt

    3. Dagegen genügt es einem Bildungsprozess nach Bieri(2010, S. 217) nicht,16 wenn bloß funktionale Eigenschaften erworbenwerden, um „fit für die Zukunft“ zu sein.

      Das ist das Besondere an der Idee von PLN - sie sind nicht durch ihre Kriterien völlig festgelegt - dass man Schreiner ist, sagt etwas darüber aus, wie man ist - dass man ein PLN hat, sagt nichts darüber aus, wie es ist und wie man (damit) ist

    4. Somit verstehe ich die Fachdidaktik Philosophie auch als theoretischeGrundlagenforschung hinsichtlich einer systematischen Untersuchung vonKonzepten, mit denen über Unterricht nachgedacht wird.

      Von Philosophieunterricht oder von Unterricht im Allgemeinen? Innerhalb des philosophischen Bildungsbegriffs ließe sich ggf. auch über die Lehrer*innenprofessionalisierung nachdenken? Und weiter über PLN?

    Tags

    Annotators

  4. Apr 2022
    1. Die zentraleErmöglichungsbedingung dafür, dass Lernen-de und Lehrende in ihrer Interaktion philoso-phische Erkenntnis-, Erfahrungs-, und Sinndi-mensionen entfalten können, ist eine adäquatePositionierung der Lehrerin und des Lehrersim Sinne einer moderierenden Instanz, die die„Verhaftung in einem konventionellen Beleh-rungsschema mit kurzgetakteten Fragen undSchülerantworten“ überwindet, um den Er-fahrungsbewegungen der Schüler Raum zugeben (Kolenda 2010, 146 ff.)

      Auch wenn das hier auf das Gespräch zielt - zeigt es, es gibt, das ist logisch, Ermöglichungsbedingungen, die Lehrkräfte erfüllen müssen, damit gewisse Bildungsprozesse in Gang kommen können

    Tags

    Annotators

  5. Mar 2022
    1. Tuning and feeding our PLNs is where the inter-nal and technological meet the social.

      Infotention ist also eine grundsätzliche literacy, die interne Aspekte der Achtsamkeit, technologische Aspekte der zielgerichteten Anwendungsbenutzung und der sozialen Arbeit, also der Kooperation betrifft

    Tags

    Annotators

    1. we talk about personal learning networks to consist of other students of teachers of trusted sources who we follow we follow their bookmarks 00:12:40 on bookmark marking services we make me follow them on online services like like Twitter or Facebook or or others but it's a network of people who we come to 00:12:53 trust because they know something now they may know something about one particular field and we don't particularly have any degree of trust in their knowledge in some other field so it's really up to 00:13:06 the individual to develop who is in their personal learning network and I think that we should expand this to think of personal trust networks who do I trust

      PLN and PTN

    2. because increasingly search and credibility skills or social skills to help their friends build personal trust networks to determine good information scientific information scholarly 00:09:36 information health related information information related to your social needs like where am I going to go on vacation where am I going to go on Friday night but I think that we're going to be able to improve the internet experience for 00:09:49 everybody and the capital investment and teaching people searching credibility skills crap detection skills is miniscule compared to the cost of building servers and and and creating 00:10:03 all of the physical infrastructure that the Internet requires

      personal trust networks - a part of personal learning networks? the internal and the external benefit are no longer seperatable - one always comes together with the other

    1. Lass uns diese Vorlesung - Video nach Video - gemeinsam schauen, annotieren und die Inhalte diskutieren. Eventuell -- hoffentlich - vertieft das unser Lernen und unser Verständnis.

    1. And a network which is sparsely knit there are a lot of people in my network and in your 00:46:06 network who don't know each other. And it's loosely bound. There are people from outside the network, in fact that's how a small world network happens.

      Harold Jarche - strong and weak social ties - https://jarche.com/2014/11/working-and-learning-out-loud/

  6. Oct 2020
    1. Empowering older adults’ informal, self-directed learning: harnessing the potential of online personal learning networks

      Article discusses informal, personal learning networks as they relate to older, adult learners and self-directed study. Author questions how and why adults turn to internet and social media tools for knowledge acquisition. Concedes a lack of research in regard to adults' use of internet-based tools. Defines older adults as 60+. Rating 7/10

  7. Jan 2020
    1. PLNs offer new spaces in which teachers may learn and grow as professionals with support from a diverse network ofpeople and resources. With recent advances in technology and widespread access to the Internet, teachers can expand theirweb of connections beyond their face-to-face networks, seek help and emotional support, and aggregate vast quantities ofprofessional knowledge at anytime and from anywhere (Hur&Brush, 2009;Trust, 2012; 2013). PLNs can also be differen-tiated from online communities, networks of practice (Brown&Duguid, 2000), and social media sites. Online communitiesare groups of people who connect for a shared purpose, while a network refers to a,“set of nodes and links with affordancesfor learning”(Wenger, Trayner,&de Laat, 2011, p. 9). Social media sites are digital tools that people can use to connect andcommunicate with others. Each of these terms refers to a single medium for connecting with others. PLNs are broader,multifaceted systems, that often incorporate multiple communities, networks of practice, and sites that support both on- andoff-line learning. Researchers have yet to explore PLNs as complex systems of people, resources, and digital tools.

      Helpful contrast of PLNs with online communities, networks of practice, and social media sites from Trust, T., Krutka, D. G., & Carpenter, J. P. (2016). “Together we are better”: Professional learning networks for teachers. Computers & Education, 102, 15–34. https://doi.org/10.1016/j.compedu.2016.06.007

    2. Many researchers and educators have attempted to define and envision the purpose of PLNs for teachers (e.g.,Couros,2010; Flanigan, 2011; Powerful Learning Practice, 2012;Trust, 2012), but there is no agreed-upon definition. PLNs havebeen described as“reciprocal learning system[s]”(Powerful Learning Practice, 2012, p. 8),“vibrant, ever-changing group[s] ofconnections,”(Crowley, 2014; para. 4),“network[s] of fellow educators and resources”(Catapano, n. d.),“the sum of all socialcapital and connections”(Couros, 2010), and“online communities that allow the sharing of lesson plans, teaching strategies,and student work, as well as collaboration across grade levels and departments”(Flanigan, 2011). Various scholars, authors,and educators conceive of PLNs in unique, and somewhat disparate ways. Prior to this study, researchers had yet to examinehow teachers themselves defined and described their PLNs. Understanding how educators conceive of and utilize PLNs mayhelp bring more clarity to the construct.

      Helpful overview paragraph related to variety of PLN definitions from Trust, T., Krutka, D. G., & Carpenter, J. P. (2016). “Together we are better”: Professional learning networks for teachers. Computers & Education, 102, 15–34. https://doi.org/10.1016/j.compedu.2016.06.007

    1. I see my main role in the network right now is to try and provide value-added information to my network in the hopes that someday others may be convinced to begin doing the same. This is how PLN’s are built, one person at a time adding value with intent. Participating. Contributing. How do you build a PLN? First, it is important to overcome the hesitation around “using” people. If you are building a PLN, you will always be in a reciprocating relationship with the others in the network. Ideally, you should feel that your main job in the network is to provide value-added information to those who can, in turn, increase your learning (Digenti, 1999). This will be a long process. But then again, relationship building always is.

      Clint, I am enjoying your exploration of Mastodon and what is required. Someone else who has challenged me about both Twitter and Mastodon (and Micro.Blog) has been Ian Guest. He asked that question as to what I wanted out of any of these groups. I think that you touch upon this with your discussion of PLN. One thing that I do not think that I have thought about enough is how a PLN can change and evolve. Some people go, others stay. It is all rather fluid. Although I am willing to discuss all the technicals, maybe this focus on 'EdTech' misses the purpose. Maybe this is Douglas Rushkoff's point about 'Team Human'? Thank you as always for the provocation.

  8. Feb 2019
    1. have enough agency to find that support elsewhere

      Why can't the university, with all its supposed resources, support PLN development among its faculty and staff?

    2. So much of faculty development is one-size-fits-all andarranged according to preset schedules and locations - and by doing so, will consist-ently fail to meet the needs of those whose interests are marginal or different from themajority. Moreover, the understanding of“network”in the institutional sense fails toaccount for the individual level of the Personal Learning Network (PLN) where educa-tors can build connections and relationships that advance their ongoing learning out-side of institutional structures and boundaries

      One-size-fits-all is the perennial challenge of PD (professional development, faculty development)—the demand that faculty as learners must conform to the instruction, rather than bringing their full selves. There have been days, weeks, and even semesters when I felt marginalized (even as campus entities insisted that I wasn’t). The only way through this was the PLN (“my” PLN) that welcomed my whole self into another type of PD.

  9. Nov 2018
  10. Jun 2018
  11. Apr 2016
    1. Why Students Should Blog in Public
    2. capital

      And something that students can't "buy" from any university.

    3. faculty can use their personal learning networks to connect students with relevant learning opportunities such as events, programs, internships, people, and resources, thereby supporting the ongoing development of students’ personalized, interest-driven learning.

      Love this.

    4. A PLN is a self-directed system meant to support lifelong learning through the development, maintenance, and leveraging of digital networks.
  12. Jan 2016
  13. Oct 2015
    1. And it’s about getting back to the idea that our Personal Learning Network isn’t just our twitter followers, but is an effort to connect work together not just people. And maybe to understand the process of connecting and building and extending the work of others is as human and engaging as the conversational Stream.

      Personal Learning Network - not just about people

  14. Sep 2015
    1. Bennett Merriman, young entrepreneur and director of a workforce management company, told a recent higher education conference that connectivity in our work place is important. He recommended that students should spend time developing their networks throughout their studies.
  15. Aug 2015
    1. Acquaintances, as compared to close friends, are more prone to move in different circles than oneself. Those to whom one is closest are likely to have the greatest overlap in contact with those one already knows, so that the information to which they are privy is likely to be much the same as that which one already has

      Love this. Weak ties foster diversity of people and thought in one's network.