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  1. May 2024
    1. Shell will die Emissionsintensität seiner Öl-Produkte bis 2030 nur noch um 15-20% statt bisher um 20% reduzieren. Das verfässerte Ziele ist in der jüngsten Version der Energiewende-Strategie des Konzerns enthalten, die einen Teil des Jahresberichts 2023 bildet. Für Gas wurden keine Angaben gemacht. Auch für die absolute Höhe der Emissionen gibt der Fossilkonzern kein Ziel an. Durch neue Projekte wird Shell seine Öl- und Gasproduktion bis 2025 um 500.000 Barrel täglich steigern.

      https://www.theguardian.com/business/2024/mar/14/shell-warns-it-may-slow-emissions-reduction-during-crucial-climate-decade

    1. In Frankreich beginnt in dieser Woche eine öffentliche Debatte um ein großes lithium-bergbauprojekt im zentralmassiv. Der umfassende Artikel beleuchtet eine Vielzahl von Aspekten des lithium-Abbaus und der zunehmenden Opposition dagegen, die eng mit dem Kampf gegen die individuelle motorisierte Mobilität verbunden ist. https://www.liberation.fr/environnement/climat/course-au-lithium-made-in-france-une-opportunite-a-saisir-ou-un-mirage-ecologique-20240310_FQOVXTBNKJC5NJ7EZI2UQKOAIY/in

    1. Neuer Bericht des Global Energy Monitor zur fossilen Expansion. 45 Öl- und Gasprojekte sind vollständig in Gang gesetzt worden seit die IEA 2021 festgestellt hat, dass weitere Öl- und Gasprojekte die Einhaltung des 1,5°-Ziels unmöglich machen. Sie werden zu 16 Milliarden Barrel Öl-Äquivalent Förderung führen. Bis 2030 will die Ölindustrie die Förederung aus insgesamt 64 neuentdeckten Lagern auf 31 Mrd, Barrel steigern. Die USA ist bei der Entwicklung führend, gefolgt von Guyana. https://www.theguardian.com/environment/2024/mar/28/oil-and-gas-fossil-fuels-report

      Bericht: https://globalenergymonitor.org/report/drilling-deeper-2024-global-oil-gas-extraction-tracker/

    1. Schwere Überschwemmungen haben im Süden Brasillens mindestens 13 Todesopfer gefordert. Die Strom- und Trinkwasserversorgung war für Zehntausende unterbrochen. Es wurde der Katastrophenzustand ausgerufen. Präsident Lula führte die Überschwemmungen auf die globale Erhitzung zurück. Sie setzen eine Serie von Extremwetterereignissen in Brasilien fort, die auf das Zusammenwirken von Klimaveränderungen und El Niño zurückgehen. https://taz.de/Unwetter-in-Brasilien/!6008323/

  2. Apr 2024
    1. Bei der CERAWeek energy conference in Houston hat Aramco-Chef Amin Nasser unter Applaus dazu aufgerufen, die „Phantasie des Ausstiegs aus Öl und Gas“ aufzugeben. Die Energeiwende versage offensichtlich an den meisten Fronten. Das editoral board der Financial Times hält ihm die Temeperatur-Anomalien von 2023 entgegegen und verweist auf die Vermutung des NASA-Klimwissenschaftlers Gavin Schmidt, dass die Temeperaturentwicklungen seit 2023 auf eine nie dagewesenen Wissenslücke verweise und möglicherweise eine noch schnellere Erwärmung als bisher angenommen drohe. https://www.ft.com/content/6f858196-0a9c-4f0f-9720-a0a81849a998?accessToken=zwAAAY5x7Qlrkc9vhYGWCpxPD9OXIKCoGEmpmA.MEYCIQD3Tlyt5FrtHJnm7VkPQE0XYlj70r33jdeNBKWwre8I6AIhAP4kgVxDwXt_B_DxPSCCh_SLm696XOrWhri3AqJc8ZQG&segmentId=e95a9ae7-622c-6235-5f87-51e412b47e97&shareType=enterprise

  3. Mar 2024
    1. Italien hat in den ersten beiden Monaten dieses Jahres 2,9 Milliarden Kubikmeter Erdgas LMG Transporte erhalten Punkt das sind mehr zum ersten Mal mehr als via Pipeline aus Algerien geliefert wurde. Der der Anteil des russischen erdgases fiel von 40% 20 21 auf 4,7% 2023. Die Infrastruktur für die Anlieferung von LNG wird auf fünf große Anlagen ausgebaut. Insgesamt ist der Gasverbrauch vor allem wegen der milden Winter um 10% gesunken. https://www.repubblica.it/economia/2024/03/16/news/gas_gnl_rigassificatori_gasdotti_russia-422324021/

    1. Die weltwetterorganisation WMO fast in ihrem Bericht über 2023 die Daten verschiedener Services zusammen und kommt zu dramatischen Aussagen über die Entwicklung der Temperatur auf der Erdoberfläche insbesondere insgesamt und besonders an der Oberfläche der Meere. Gleichzeitig ergibt eine Studie der BU Wien dass die Prognosen vieler, darunter großer starken über die Entwicklung der Emissionen deutlich zu optimistisch sind. https://www.derstandard.de/story/3000000212370/weltwetterorganisation-zeichnet-duesteres-bild-vom-klima-des-letzten-jahres

  4. betula.mycorrhiza.wiki betula.mycorrhiza.wiki
    1. https://betula.mycorrhiza.wiki/

      Betula is a free federated self-hosted single-user bookmarking software for the independent web. Use it to organize references or maintain a linklog.

    1. Der italienische Energiekonzern Eni will bis 2027 27 Mrd. Euro investieren. Priorität habe dabei die Erhöhung der Rendite. In erneuerbare Energien werde investiert, wenn sie profitable Geschäfte versprächen. Die Originalquelle zeigt: Es wird massiv in die Exploration von Öl-und Gasfeldern und eine Ausweitung der fossilen Produktion investiert, die 2030 ihren Höchststend erreichen soll. https://www.repubblica.it/economia/finanza/2024/03/14/news/eni_il_dividendo_sale_a_1_euro_per_azione_nel_piano_al_2027_investimenti_per_27_miliardi-422310817/

      Eni-Strategie 2024-2027: https://www.eni.com/it-IT/investitori/strategia/piano-strategico.html

    1. Setapp https://setapp.com/

      One subscription which gives access to multiple applications (for iOS/Mac)

      Mentioned by PK who uses it.

    1. Die Europäische Umweltagentur hat ihren ersten Klimarisiko-Bericht veröffentlicht. Von 36 Risiken erfordern 21 sofortiges Handeln, acht mit besonderer Dringlichkeit. Insgesamt sei Europa bei weitem nicht ausreichend auf die Risiken der globalen Erhitzung vorbereitet, die in Südeuropa am bedrohlichsten seien. Europa ist der von der Erhitzung am stärksten betroffene Kontinent. https://www.derstandard.de/story/3000000211032/eu-muss-sich-auf-katastrophale-folgen-des-klimawandels-vorbereiten

      Bericht: https://www.eea.europa.eu/publications/european-climate-risk-assessment

    1. Die Position der deutschen Umweltverbände zu Carbon Capture and Storage (CCS) ist nicht einheitlich. Es wird von WWF und Nabu wie von vielen Fachleuten als in bestimmten Fällen unvermeidlich angesehen. In der europäischen Bevölkerung sind die Haltungen sehr unterschiedlich. Hinter der CCS-Strategie der deutschen Regierung könnte auch das Bestreben stehen, die Überkapazitäten beim Ausbau der LNG-Infrastruktur zu legitemieren. https://taz.de/CO-Speicherung-unter-der-Nordsee/!5993226/

    1. Frankreich und Dänemark haben einen Letter of Intent unterzeichnet, der die Speicherung von in Frankreich abgeschiedenem CO<sub>2</sub> in Dänemark – wohl am Festland – vorsieht. Speicherungen wären schon im kommenden Jahr möglich. Ein ähnliches, aber weniger weitreichendes Abkommen besteht mit Norwegen. Im nächsten Monat will Frankreich eine CCS-Strategie vorlegen, um damit zur Reduzierung der Emissionen um 55% bis 2030 entsprechend dem EU-Ziel beizutragen. https://www.liberation.fr/environnement/climat-des-bateaux-vont-transporter-du-co2-francais-pour-le-stocker-dans-le-sous-sol-danois-20240305_K46MBQQWHBHEHH4ON2WTPYE2Q4/?redirected=1

    1. John Kerry gibt sein Amt als Klimabeauftragter der US-Administration auf. Er hält am 1,5°-Ziel fest und entschuldigt die Spitzenposition der USA bei den Öl- und Gasexporten mit dem Ukraine-Krieg. Kerry äußert Zweife an den behaupteten Wirkungen von Carbon Capture and Storage, warnt die Fossilindustrie vor Stranded Assets und wendet sich gegen Desinformsationskampagnen. https://www.theguardian.com/us-news/2024/mar/04/john-kerry-us-committed-to-tackling-climate-crisis-despite-fossil-fuel-growth

    1. Interview mit Mia Mottley, der Premierministerin von Barbados und Hauptvorkämpferin der von ihr ins Leben gerufenen Bridgetown Initiative zur Klimafinanzierung für den globalen Süden. Mottley geht auf die Schuldenkrise in vielen Ländern nach der Pandemie ein und fordert, wie sie sagt, unorthodoxe CO2-Steuern, z.B Abgaben von fossilen Konzernen und Fluggesellschaften. Die derzeit Mächtigen verhinderten eine wirksame Klimafinanzierung, obwohl es Fortschritte z.B. bei Finanzinstitutionen gebe. Dass Finanztransfers vor allem zu einer klimagerechten Transformation nötig sei, werde nicht anerkannt. https://taz.de/Barbados-Premier-ueber-Klimakrise/!5994100/